Kunstobjekt Wettbewerb
Skinny Kitchen ist ein langgestreckter Korridor, der zwei Orte auf einer horizontalen Linie miteinander verbindet – ein Raum, dessen Funktionen sich von innen nach außen stülpen. Die außergewöhnliche Proportion und der edle Statuario-Marmor bestimmen die Regeln von Bewegung, Wahrnehmung und Funktionalität.
Die Materialität bündelt Blick und Körper gleichermaßen. Bewegung wird gelenkt, Perspektiven verschieben sich, und die eng gestellten, leicht spiegelnden Marmorwände erzeugen einen visuellen Sog, der den Betrachter unweigerlich zum Ende des Raumes zieht. Die Küche selbst ist aufgrund der schmalen Gangbreite nur bedingt nutzbar – gerade dadurch wirkt der Raum weniger als funktionales Objekt, sondern vielmehr als subtiler Erfahrungsraum, der Innenwelt und Außenwelt miteinander verschmilzt und einen irritierenden physiologischen Effekt hervorruft.
Das künstlerische Objekt aus Marmor beansprucht Körper, Sinn und Verstand gleichzeitig. Skulptur und Architektur greifen ineinander, wodurch ein Raum entsteht, in dem die Rolle des Betrachters über das reine Beobachten hinausgeht. Der Körper wird Teil des Werkes; der Betrachter führt den Raum aus, er durchlebt ihn – mehr, als dass er ihn lediglich sieht.
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