Babenberger Passage – Der Anfang

Jahr: 2002
Ort: 1010 Wien
Klient: Sunshine Enterprises
Urheber: Arch DI Thomas Bärtl – S&P

Auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Location für einen Nachtclub hatte ein Bauherr die Idee, eine ehemalige Fußgängerunterführung am Wiener Ring wiederzubeleben. Die von leerstehenden Geschäften gesäumte Unterführung aus den frühen 1960er-Jahren war die Babenberger Passage. 2003 öffnete sie erstmals als Club ihre Tore und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem der populärsten Nachtclubs der Wiener Partyszene.

Unterirdisch
Von der Straße aus waren noch die vier gläsernen Abgänge zu erkennen. Im Zuge des Umbaus wurden drei von ihnen zu Beleuchtungskörpern mit großen opaken Leuchtzylindern umgestaltet – nur eine Zugangstreppe führte hinunter in den unterirdischen Club.

Geometrie des Feierns
Kreise, Quadrate und Dreiecke in bunten Farben tanzten im Licht. Drei zinnoberrote Bars gaben dem Raum Struktur, während entlang der Wände gepolsterte Separees mit ledernen Sitzquadern zu den Loungebereichen führten. Geflieste Kreise am Boden spiegelten die Discokugeln wider. Die puristische Formensprache des Designs setzte ein kraftvolles Statement. Die dreieckigen Ausschnitte in der Stahlbetondecke, ein Überbleibsel aus den Unterführungszeiten, wurden für die Deckengestaltung übernommen und beleuchteten den Raum in wechselnden Farben.

Die Babenberger Passage war der perfekte Ort, um in die House-Vibes der ersten Dekaden der 2000er einzutauchen. 80er-Design at its best. Wulf of Wall Street hätte sich hier wohlgefühlt.